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Ausbau des Hochwasserschutzes in Straubing

OB Pannermayr wendet sich an Bay. Staatsregierung

Besuch des Ministerpräsidenten Horst Seehofer im Stabsraum des Katastrophenschutz Straubing

Unmittelbar nach den Hochwasserereignissen der letzten Woche hat sich Oberbürgermeister Markus Pannermayr am gestrigen Dienstag mit gleichlautenden Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber gewandt und die Bayerische Staatsregierung um Unterstützung für eine baldige Umsetzung dringender Ertüchtigungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz in der Stadt Straubing gebeten.

Pannermayr knüpfte an an den Besuch von Horst Seehofer und Dr. Marcel Huber zusammen mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil vergangenen Donnerstag im Einsatzzentrum der Stadt Straubing. Er dankte noch einmal für das sehr konstruktive Gespräch. „Der Besuch der Staatsregierung im Straubinger Führungsstab während der Hochwasserkatastrophe hat sicherlich auch die Wertschätzung des Einsatzes aller Hilfskräfte zum Schutz unserer Bürger und unserer Stadt ausgedrückt", so Pannermayr.

Die Situation in Straubing sei glücklicherweise nicht so dramatisch wie in vielen anderen Städten und Landkreisen unserer Region gewesen, so Pannermayr in seinem Schreiben an die Staatsregierung weiter. Die topographischen und planerischen Voraussetzungen sowie der Ausbaustandard der Schutzanlagen im Stadtgebiet seien dafür eine wesentliche Voraussetzung gewesen. Dennoch konnte nur mit einem erheblichen technischen und finanziellen Aufwand, großem persönlichem Engagement der beteiligten Einsatzkräfte und vor allem auch der betroffenen Bürger selbst größerer Schaden von der Stadt Straubing abgewendet werden. Begleitet waren die Anstrengungen auch von einer großen Portion Glück.

Dennoch kristallisierten sich Problempunkte heraus, für die nun dringend Abhilfe geschaffen werden müsse. Oberbürgermeister Pannermayr hob dabei insbesondere die Deichanlagen auf der Insel Gstütt hervor, speziell den nordöstlichen Abschnitt im Bereich der „Schwedenschanze". Bekanntlich riss hier die Berme des Deichhinterwegs während des Wasserhöchststandes der Länge nach auf einer Strecke von etwa 30 Metern deutlich auf, was zu einem plötzlichen Versagen des gesamten Damms mit Überflutung des Gstütts hätte führen können. Nur mit einer schnellstmöglichen stabilisierenden Anschüttung konnte nach vorheriger Evakuierung der Insel die Einrichtung während des Hochwasserereignisses gehalten werden. Ursächlich für dieses Ereignis seien allem Anschein nach die Konstruktion des Deichs mit einer wasserseitigen Lehmdichtung ohne Innendichtung. Diese äußere Dichtungsschicht sei offenbar auch durch die zerstörende Wirkung von Biberbauten stark geschädigt, so dass sich der Deichkörper in kurzer Zeit mit Wasser gesättigt hätte. Hier sei umgehend eine grundlegende Sanierung mit einer zusätzlichen innenliegenden Dichtung erforderlich. Auch die Biberpopulation müsse parallel dazu durch geeignetes Management in einem verhältnismäßigen Rahmen gehalten werden.

Ferner sprach Pannermayr den südlichen Deich des Kößnachableiters im Bereich des Stadtteils Sossau an. Dieser sei mit seiner Kronenhöhe von knapp 8,00 Meter über Pegelnullpunkt und seinem Ausbauzustand nur knapp zu halten gewesen. Ein Überströmen oder Versagen dieses Deichs war zu befürchten und hätte die Überflutung weiter Teile des nordwestlichen Stadtgebiets zur Folge gehabt. Als Rücklaufdeich für das Donauhochwasser müsse das rechtsseitige Ufer des Kößnachableiters dringend auf den Stand gebracht werden, den der nordseitige Deich auf Sossauer Seite schon besäße.

Durch Rückstau aus der Donau ebenso betroffen sei weiterhin der Randbereich des Schanzlwegs östlich des Klinikums St. Elisabeth, so das Stadtoberhaupt weiter in seinem Schreiben an die Staatsregierung. Hier sei vergangene Woche nur im Wettlauf mit dem Pegelanstieg das Überfluten der anliegenden Bebauung durch Errichten von provisorischen Schutzmaßnahmen wie Sandschläuchen, Sandsäcken, Bigpack-Barrieren in Verbindung mit erheblichen Kiesmengen in einem von vielen Hilfskräften und der Bevölkerung unterstützten Einsatz zu vermeiden gewesen. Der Aufwand, bei Hochwasserereignissen wiederholt dieses Provisorium zu schaffen, binde bei einem enormen Kostenaufwand ein großes Helferpotenzial. Deshalb müsse auch hier der Hochwasserschutz mittels einer massiven Anlage, möglich erscheine hier eine Deichbalkenkonstruktion, sichergestellt werden.

Die derzeit völlig ungeschützten und auch durch ad-hoc-Maßnahmen nicht zu sichernden Anwesen nördlich des Schanzlwegs sollten in ein solches Schutzkonzept einbezogen werden. Auch diese Maßnahmen sieht Pannermayr aus der Erfahrung der letzten Jahre heraus als dringlich an.

Im Sinne des Bevölkerungs- und Sachwerteschutzes bat OB Pannermayr Ministerpräsident Seehofer wie Staatsminister Dr. Huber gleichermaßen um Unterstützung einer baldigen Umsetzung dieser Ertüchtigungsmaßnahmen durch die Bayerische Staatsregierung. Pannermayr wörtlich: „ Selbstverständlich ist die Stadt Straubing dabei gerne zur engsten Zusammenarbeit mit der Wasserwirtschaftsverwaltung bereit und begleitet die Planungen auch aus den praktischen Erfahrungen bei den jüngsten Ereignissen."

Nicht zuletzt dankte Pannermayr erneut auch den Mitarbeitern des Was-serwirtschaftsamts Deggendorf für die hervorragende Zusammenarbeit in der letzten Woche: „Wir durften sie einmal mehr als sehr kompetente und äußerst engagierte Ansprechpartner erleben."

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