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Mietspiegel für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt

Preisübersicht 2018 mit Neuerungen

Vorstellung des neuen Mietspiegels mit OB Markus Pannermayr, Herrn Ltd. Baudirektor Wolfgang Bach, Herrn Amtsleiter Erwin Hahn und Frau Jutta Apfel

Die Stadt Straubing schreitet innovativ voran. Mit dem neuen Mietspiegel 2018 gibt sie ein Instrument heraus, das zu mehr Transparenz und Rechtssicherheit beiträgt. Konflikte zwischen Mietern und Vermietern sollen dadurch verringert werden.

Der Straubinger Mietspiegel 2018 enthält mehrere Neuerungen. Zum einen erfolgte die Datenerhebung auf einer breiteren Basis und die Auswertung erstmals nach der wissenschaftlich anerkannten Regressionsmethode. Dadurch konnten alle relevanten Wohnungsmerkmale in die Mietpreisberechnung einfließen, was die Rechtssicherheit des Mietspiegels erhöht. Zum anderen trägt eine größere Anzahl an Baualtersklassen und Wohnungskategorien zu einer größeren Transparenz bei. Als zusätzlicher Bürgerservice ist der Mietspiegel jetzt nicht nur in Papierform, sondern auch online erhältlich. Darüber hinaus kann man mit dem Online-Rechner in wenigen Schritten die ortsübliche Nettokaltmiete einer jeden Wohnung berechnen.

Ein qualifizierter Mietspiegel ist ein Mietspiegel, der nach wissenschaftlich anerkannten Grundsätzen erstellt und von den Interessenvertretern der Mieter und Vermieter oder der Kommune anerkannt worden ist (§ 558 d BGB). Er ist alle vier Jahre neu zu erstellen und im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen. Er gibt die ortsübliche Vergleichsmiete wieder und bildet ab, was auf dem Wohnungsmarkt geschieht. Die Neuauflage ist kein Anlass zur Erhöhung oder Minderung der Mieten, sondern stellt die Grundlage bei der Festlegung einer angemessenen Miete dar. Der qualifizierte Mietspiegel hilft in vielen Fällen, Konflikte über die Höhe von Mieten zu vermeiden.

Die Stadt Straubing erstellt bereits seit 1981 einen Mietspiegel und damit eine einfache, jedoch aussagekräftige Darstellung der ortüblichen Vergleichsmiete. Aus diesem Grund hat sich der Arbeitskreis Mietspiegel in seiner Sitzung am 27. Juli 2017 dafür ausgesprochen, wieder einen qualifizierten Mietspiegel für 2018 durch das Bauordnungsamt erstellen zu lassen. In die Erstellung neu eingebunden ist das EMA-Institut für empirische Marktanalysen, das durch eine detaillierte und umfassende Datenerhebung und der wissenschaftlichen Auswertung zur enormen Rechtssicherheit und Belastbarkeit des neuen Mietspiegels beiträgt. Im Arbeitskreis Mietspiegel wirken neben dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern auch die Fraktionsvorsitzenden, der Verwaltungsrat für Wohnungswesen, der Vorsitzende des Gutachterausschusses, ein Vertreter des Amtsgerichts und die Vertreter der Mieter- und Hauseigentümerverbände mit.

Ab Oktober 2017 wurden 6000 Mieter angeschrieben und um ihre Mithilfe gebeten. Bei der Erhebung der Daten dürfen nach § 558 Abs. 2 BGB nur diejenigen Wohnungen berücksichtigt werden, bei denen die Miete in den letzten vier Jahren neu vereinbart (Neuvermietung) oder geändert worden ist (geänderte Bestandsmiete). Im Ergebnis konnten 810 mietspiegelrelevante Fragebögen ausgewertet werden. Das Ergebnis der Auswertung wurde dem Arbeitskreis Mietspiegel in seiner dritten Sitzung am 5. April 2018 vorgestellt, hinterfragt und einhellig für angemessen erachtet. Auch der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2018 den neuen Mietspiegel positiv zur Kenntnis genommen.

Die neue Tabelle I des Mietspiegels 2018 weist acht Baualtersklassen und sieben Klassen von Wohnungsgrößen aus. Darüber hinaus ermöglicht ein detailliertes Zu- und Abschlagsystem die individuellen Wohnwertmerkale in die Preisbildung einfließen zu lassen. Die Auswertung ergab eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 5,99 €/m². Um die Handhabung des neuen Mietspiegels noch einfacher zu gestalten, bietet die Stadt künftig einen Online-Mietenrechner auf ihrer Homepage an. Damit lässt sich in wenigen Schritten für jede Wohnung die ortsübliche Vergleichsmiete berechnen. Der Mietspiegel wird sowohl auf der Homepage als auch in Papierform beim Amt für Tourismus angeboten. Die bisherige Schutzgebühr von vier Euro entfällt.

Info zum Online-Mietenrechner:

Der Online-Mietenrechner ist eine so genannte Web-Applikation, welche es dem Bürger ermöglicht, über die Homepage der Stadt Straubing online die ortsübliche Vergleichsmiete zu berechnen. Im ersten Schritt sind das Baujahr des Hauses und die Wohnfläche der Wohnung als Berechnungsgrundlage für die Basismiete einzugeben. Anschließend sind die relevanten Zu- und Abschläge auszuwählen. Im Ergebnis wird die Nettokaltmiete pro Quadratmeter und für die gesamte Wohnung dargestellt. Auch alle weiteren Informationen rund um den Mietspiegel können dort per Mausklick eingesehen werden. Der Online-Mietspiegel soll den Bürgerinnen und Bürgern eine schnelle und einfache Möglichkeit an die Hand geben, sich über das Mietniveau einer bestimmten Wohnung und damit über den Wohnungsmarkt in Straubing zu informieren.

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