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Straubing auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt"

Stadt bewirbt sich um Titel

Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe

Mit dem Beschluss des Stadtrates in der Sitzung vom 19. März 2012 wurde der erste offizielle Meilenstein für den erfolgreichen Weg Straubings zur „Fairtrade-Stadt" gesetzt. Auf Antrag der ÖDP Stadträtin Maria Stauber haben die gewählten Vertreter der Stadt beschlossen, dass sich die Stadt Straubing für den Titel „Fairtrade-Stadt" bewerben und künftig die Stadtverwaltung selbst in Ihren Sitzungen Fairtrade-Produkte verwenden wird.

Dieser Kampagne, die in Deutschland bereits seit 2009 läuft, haben sich bereits 88 Städte angeschlossen. Auch Christian Ude in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Städtetags wirbt für diese Idee: „Der Deutsche Städtetag unterstützt die Kampagne Fairtrade Towns und empfiehlt seinen Mitgliedern: Setzen Sie sich für die weltweite Kampagne Fairtrade Towns ein. So verbinden wir uns mit den über 560 Fairtrade Towns im Ausland und treten gemeinsam für bessere Lebensbedingungen der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika ein."

Die Durchführung der Bewerbung wurde im Mai vom Stadtrat an Stadtmarketingmanager Günter Reimann übertragen. Damit Straubing die Bewerbung erfolgreich durchführen kann, müssen folgende 5 Kriterien erfüllt werden:

  1. Die Stadt muss offiziell ihren Willen bekunden, den „Fairtrade-Stadt" Titel anzustreben und in ihren Sitzungen Fairtrade-Produkte verwenden.
  2. Es muss eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus verschiedenen Gruppen der Stadt gebildet werden, die die Aktionen abstimmt und steuert.
  3. Der örtliche Einzelhandel mit mindestens 9 Geschäften und die lokale Gastronomie mit mindestens 5 Betrieben müssen jeweils mindestens 2 Fairtrade-Produkte im Sortiment führen bzw. verwenden.
  4. Es müssen öffentliche Institutionen wie z.B. Schulen, Vereine und Kirche Fairtrade-Produkte verwenden und mindestens einmal jährlich einschlägige Bildungsaktivitäten hierzu durchführen.
  5. Die örtlichen Medien müssen mindestens viermal im Jahr über unterschiedliche Aktivitäten der „Fairtrade-Stadt-Kampagne" berichten.

Als nächste Schritte werden möglichst alle Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Einrichtungen erhoben, die bereits Fairtrade-Produkte verwenden oder im Sortiment führen.
Dabei gibt es nicht nur im Lebensmittelbereich genügend mit dem Siegel ausgezeichnete Produkte. Nein, auch im Textil- und Floristikhandel haben Fairtrade-Produkte längst Einzug gehalten.
Des weiteren soll durch entsprechende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und flankierende Aktionen bei weiteren Händler und Gastronomen das Interesse am Thema Fairtrade geweckt werden. Ziel ist es diese erste Erhebung bis zur Sommerpause abzuschließen.

Nach einem ersten formlosen Treffen am 21. Juni 2012 hat sich die lokale „Fairtade-Stadt- Steuerungsgruppe" zur ersten Sitzung am 5. Juli in der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH getroffen. „Die große und auch spontane Bereitschaft, die Kampagne mitzutragen und sich in der Steuerungsgruppe zu engagieren hat mich doch überrascht. Aus diesem Grund sind wir zuversichtlich, wenn möglich noch in diesem Jahr, alle Kriterien zu erfüllen und den Antrag stellen zu können," so Fairtrade-Beauftragter Günter Reimann vom Stadtmarketing Straubing.

In der Steuerungsgruppe sind folgende Personen vertreten:
Die Kommunalpolitik ist mit Ulrich Schultes für die CSU, Fritz Geisperger für die SPD, Maria Stauber für die ÖDP, Elisabeth Speigl für die Freien Wähler und Erhard Grundl in die Steuerungsgruppe eingebunden. Die beiden Kirchen werden vertreten durch Astrid Sieber und Matthias Ernst von der evangelischen Kirche und Angelika Haimerl von der katholischen Kirche. Weitere Verbände wie der BUND beteiligen sich mit Johann Meindorfer, der Frauenbund mit Birgit Kainz. Ilse Dimpfl vom „Eine Welt-Laden" komplettiert die Gruppe. Für den Einzelhandel und für die Gastronomie sprechen Apothekerin Heidi Lachner, vom Lebensmittelhandel Stephan Stadler und der stellv. Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands Reinhold Zimmer. Claudia Karl-Fischer, Marketingleiterin des Straubinger Tagblatts, und Johann Haas von regio-aktuell24 übernehmen die Medienvertretung. Die Schulen beteiligen sich mit Hermine Eckl von der Berufsschule III, Antje Fritz-Seidl vom Anton-Bruckner-Gymnasium und Andrea Rothammer, Margit Hirth und Martha Altweck-Glöbl vom Ursulinen-Gymnasium.

Weitere Infos zur Fairtrade-Stadt-Kampagne Straubing unter:
Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH/Stadtmarketing
Theresienplatz 2, 94315 Straubing, Telefon 09421-944 380, Fax 09421-944 119,
Email info@stadtmarketing-straubing.de und demnächst unter www.fairtrade-straubing.de

Günter Reimann
Stadtmarketingmanager