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Entwicklung eines Stadtteils

Stadtspaziergang durch Straubing-Süd

Bis zum 3. August 2014 zeigt das Gäubodenmuseum Straubing die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder". Die verkleinerte Version der gleichnamigen Landesausstellung (2009) des Hauses der Bayerischen Geschichte spannt den Bogen von den Entbehrungen der Nachkriegszeit bis zum neuen Wohlstand der 1960er Jahre.
In Schlaglichtern wird mit Exponaten des Gäubodenmuseums, des Stadtarchivs und privater Leihgeber auch die Entwicklung Straubings vom Kriegsende 1945 bis zum Jahr 1968 beleuchtet, als die Stadt das 750jährige Jubiläum ihrer Gründung feierte.
Das „bäuerlich" strukturierte Straubing, bei Kriegsende zu über einem Viertel zerstört und Zufluchtsort Tausender Flüchtlinge und Heimatvertriebener, erfuhr in dieser Zeit einen enormen Modernisierungsschub. Dieser zeigt sich u.a. im Entstehen neuer Wohn- und Gewerbegebiete, neuer Kirchen und Schulen sowie Freizeiteinrichtungen für 37.000 Ein-wohner im Jahr 1968 gegenüber 29.000 Einwohnern im Jahr 1939.
Beispielhaft lässt sich diese Entwicklung in Straubing-Süd nachvollziehen. Mit der Baugenossenschaft Arbeitwohl entwickelte sich zwischen der Bahnlinie nach Regensburg und der Landshuter Straße ab 1925 ein „Industrie- und Arbeitervorort". Mit dem Bau der Schule St. Josef ab 1950 und der neuen Pfarrkirche erhielt der Stadtteil wichtige zentrale Einrichtungen. Gleichzeitig wurden neue Wohnbauten errichtet, Gewerbebetriebe angesiedelt und 1957 mit dem Freibad eine für ganz Straubing bedeutende Freizeiteinrichtung eröffnet.
Im Rahmen der Sonderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder" bieten hierzu das Gäubodenmuseum und das Stadtarchiv Straubing in Verbindung mit Werner Schäfer und Dietmar Scheder am Samstag, 24.Mai 2014, ab 14 Uhr einen Stadtspaziergang durch Straubing-Süd an, der auch den Teilnehmern die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung geben möchte.
Treffpunkt ist der Kirchenvorplatz von St. Josef an der Rennbahnstraße. Mit Erläuterungen zur Volksheimsiedlung / Schule St. Josef / Kirche St. Josef / Wohnbebauung nach Westen wird der Spaziergang über das Gewerbegebiete im Bereich der Artilleriekaserne bis zum Freibad führen, welches 1957 eröffnet wurde (Ende. Ca. 16.00 Uhr).

Die Teilnahmegebühr wird vor Ort erhoben und beträgt pro Person € 4,00, ermäßigt € 3,00, für Familien € 9,00.