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Das Stadtarchiv

Archivpädagogische Angebote

Lebendige Geschichte

Wie wird Geschichte lebendig? Wie kann Kindern und Jugendlichen die Geschichte ihrer Heimat nahe gebracht werden? Wie erkennen sie Zusammenhänge zwischen den Ereignissen auf der großen politischen Ebene und im Lokal- oder Regionalbereich? Wie lernen sie anschaulich und kritisch die Bedeutung und die Methoden der Geschichtsforschung kennen?

Das Archiv ist hier ein guter Lernort!

Das Stadtarchiv steht sämtlichen Schularten und Jahrgangsstufen offen.

Das Stadtarchiv Straubing bietet verschiedene Formen der Archivpädagogik an:

Führungen durch das Archiv
Hier wird neben der Einführung in die Aufgaben eines Archivs und in den Beruf des Archivars sowie der Erläuterung der bayerischen/deutschen Archivlandschaft auch eine Quelle vorgestellt und entziffert, z.B. eine mittelalterlichen Urkunde. Ein Gang durch die Magazine mit Vorstellung verschiedener Archivalien, der Aufklärung über die Bedingungen der Aufbewahrung (Raumklima, Brandschutz etc.) und der Benutzung (z.B. Datenschutz) schließt sich an.
Hierfür werden in der Regel zwei Unterrichtsstunden benötigt.

Themenbezogener Archivbesuch / Unterrichtsprojekt
Zu einem bestimmten Thema der Stadtgeschichte (siehe Themenliste unten) werden in Gruppenarbeit Quellen untersucht. Die Schüler arbeiten hierbei an Kopien, dürfen aber das Original einsehen. Je nach zur Verfügung stehender Zeit stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor, es kann sich auch ein Gang durch das Magazin anschließen.
Zwei bis drei Unterrichtsstunden müssen hierfür veranschlagt werden.

Themenbezogener Archivbesuch / Unterrichtsprojekt mit Exkursion zum behandelten Denkmal / Gebäude
Nach der Erfahrung des Stadtarchivs Straubing ist die Verbindung von „Tradition und Überrest", von schriftlichen/bildlichen Quellen und den in der Stadt noch verbliebenen Denkmälern besonders wichtig und eindrucksvoll. Das heißt: In der Regel werden bei den archivpädagogischen Projekten des Stadtarchivs Straubing zunächst entsprechende Quellen im Stadtarchiv bearbeitet (mit Einführung in die Aufgaben eines Archivs, in Schrift- und Quellenkunde), dann schließt sich eine Exkursion zum behandelten Ort/Denkmal an (Rathaus, Luftschutzkeller, Kloster etc.). Dort stellen dann die Schüler ihre Ergebnisse vor. Bei zeitgeschichtlichen Themen bemüht sich das Stadtarchiv auch um Zeitzeugen, so dass z.B. beim Projekt „Luftangriffe auf Straubing" im Luftschutzkeller ein Zeitzeuge von seinen Erlebnissen und Erfahrungen berichtet. Hierfür sind in der Regel vier Unterrichtsstunden im Block, ev. mit einer Unterrichtsstunde Nachbesprechung anzusetzen.

Mit dieser Art von Geschichtsvermittlung, die zusammen mit dem Johannes-Turmair-Gymnasium Straubing im Zusammenhang mit dem Projekt „Schule und Archiv" des bayerischen Kultusministeriums in den Schuljahren 2000/2001, 2002/2003 und 2003/2004 entwickelt wurde, hat das Stadtarchiv Straubing sehr gute Erfahrungen gemacht: „Geschichte wird lebendig." Und vielleicht trägt dieser Geschichtsunterricht auch dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie wichtig der sorgsame Umgang mit den Spuren der Vergangenheit und die verantwortungsbewusste Mitgestaltung ihrer - eigenen - Zukunft ist.

 

Mögliche Themen:

Mittelalter:

  • „Stadt im Mittelalter: Die Bürger in Straubing - Räte, Ratsverfassung, Rathaus"
  • „Frauen im Mittelalter aus verschiedenen sozialen Schichten: die Hebamme Kärlin, die Betschwestern, die Patrizierin Anna Zeller, die unstandesgemäße Geliebte Herzog Albrechts III. Agnes Bernauer"
  • „Straßen und Gassen in einer mittelalterlichen Stadt: Die Steinergasse in Straubing"

Neuzeit:

  • "Ulrich Schmidl - Conquistador, Geschichtsschreiber, Protestant" 
  • „Die Erbfolgekriege des 18. Jahrhunderts und ihre Auswirkungen auf Straubing"
  • „Die Säkularisation in Bayern am Beispiel des Straubinger Karmelitenklosters"
  • „Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 und das Straubinger Kriegerdenkmal"
  • „Kulturkampf im Deutschen Reich - die Altkatholiken in Straubing"
    (Hier entstand eine schriftliche Hausarbeit im Fach Geschichte zur Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien von Irene Haberl, Werner-von Siemens-Gymnasium Regensburg 2000)
  • „Industrialisierung und soziale Frage in Straubing am Beispiel der Druckerei Attenkofer"
    (Hier entstand eine schriftliche Hausarbeit im Fach Geschichte zur Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien von Michael Schweikl, Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg 2007)

20. Jahrhundert:

  • „Die Industrialisierung Straubings vor dem Ersten Weltkrieg"
    „Der Erste Weltkrieg und seine Auswirkungen auf Straubing und seine Bevölkerung"
  • „Die Revolution 1918/19 in Straubing"
  • „Straubing unterm Hakenkreuz: Machtergreifung, Gleichschaltung, Judenverfolgung, Luftangriffe"
  • „Die nationalsozialistische Machtergreifung und die Gleichschaltung 1933 in Straubing"
    (Hier entstand auch eine Zulassungsarbeit im Fach Geschichte für das Lehramt Realschule von Markus Freundorfer, Universität Regensburg 2001)
  • „Der Zweite Weltkrieg: Luftangriffe auf Straubing"
    (Dieses archivpädagogische Projekt, das mit der Fachoberschule Straubing seit Herbst 2004 durchgeführt wurde und in einen Gedenkakt und eine Ausstellung im April 2005 mündete, war der offizielle Beitrag der Stadt Straubing zu „60 Jahre Kriegsende", siehe z.B. Schönere Heimat, 2/2005, S.146f. Wolfgang Pledl („Die Heimkehr des Krieges".)
  • „Die Nachkriegszeit in Straubing"

Quer durch die Jahrhunderte:

  • „Der Pulverturm in Straubing: Von der mittelalterlichen Verteidigungsbastion über das frühneuzeitliche Pulvermagazin zum modernen Ehrenmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft"
  • „Die Geschichte der Juden in Straubing"
  • „Die Geschichte der Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Straubing"
  • „Straubing wird modern: Vom Unschlitt über das Gas zum Strom"

Für Grundschulen geeignet:

  • „Sagen, Legenden und Persönlichkeiten Straubings"
  • „Was wissen wir eigentlich von der Agnes Bernauer?"
  • "Badekultur in Straubing"
    (Hier entstand eine schriftliche Hausarbeit "Archivarbeit mit Grundschülern - eine Utopie?" im Fach Didaktik der Geschichte zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen an der Universität Passau von Patrick Lesny, 2014.)

Das Stadtarchiv steht, soweit es die vorhandenen Quellen erlauben, selbstverständlich auch anderen Themen aufgeschlossen gegenüber.

Ansprechpartner: Dr. Dorit-Maria Krenn, Leiterin des Stadtarchivs, Tel. 09421/9919-50.

Wichtige Jubiläen der Stadtgeschichte

Auch im Jahr 2017 jähren sich wieder bedeutende Ereignisse der Stadtgeschichte und Geburtstage berühmter Stadtkinder.

zu den Jubiläen 2017 >
Szene aus Agnes Bernauer

Berühmte Straubinger

Berühmte Straubinger Persönlichkeiten im Portrait

zu den Portraits >

Stadtarchiv


Rentamtsberg 1, 94315 Straubing
Salzstadel
Telefon: 0 94 21 / 9919-51
Fax: 0 94 21 / 9919-55
E-Mail: stadtarchiv@straubing.de

Zuständigkeiten:
  • Übernahme, Aufbewahrung, Erhaltung, Erschließung archivwürdiger städtischer Unterlagen
  • Sammlung von Dokumenten (Plakaten, Fotos, Ansichtskarten, Druckschriften etc.) zur Stadtgeschichte
  • Beratung, Betreuung und Recherche in wissenschaftlichen, heimatkundlichen, familiengeschichtlichen, publizistischen, amtlichen Fragen
  • Erforschung der Stadtgeschichte und Weitergabe an die Öffentlichkeit in Publikationen, Vorträgen, Führungen, Ausstellungen
  • Beratung in Angelegenheiten der Schriftgutverwaltung und der Archivpflege