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Die Straubinger Synagoge

Jüdische Geschichte Straubings

Bald nach der Stadtgründung 1218 dürften sich in der heutigen Rosengasse einige Juden niedergelassen haben, die vor allem im Geldgeschäft tätig waren. 1338 wurde die Judengasse angezündet, die Bewohner vertrieben oder ermordet. Herzog Albrecht III. verbannte schließlich 1442 alle Juden aus Straubing. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen wieder Juden nach Straubing und begründeten hier 1897 eine jüdische Gemeinde, die zehn Jahre später 112 Personen umfasste. Am 4.9.1907 wurde an der Wittelsbacher Straße 2 die Synagoge eingeweiht, ein eindrucksvoller Bau der späten Gründerzeit im neoromanischen Stil, entworfen und errichtet von der Straubinger Baufirma Dendl. Besonders die Westfassade zeichnet sich durch eine symbolhafte Gestaltung aus: Zwei achteckige Türme mit krönenden Davidsternen flankieren ein mit Blattwerk verziertes Rundbogenportal, zu dem sieben Stufen hochführen. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden auch in Straubing die jüdischen Mitbürger diskriminiert, verfolgt, deportiert. Fast 50 Mitglieder der jüdischen Gemeinde kamen im Holocaust ums Leben; an sie erinnert eine Gedenktafel im Pulverturm, dem Ehrenmal der Stadt Straubing für alle Opfer der Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Synagoge wurde zwar geplündert und verwüstet, sie überstand aber als eine der wenigen jüdischen Kultbauten in Bayern das Dritte Reich und ist heute die einzige Synagoge Niederbayerns. Sie wurde 1989 grundlegend saniert (sie ist nur mit Führungen zugänglich, Information: Israelitische Kultusgemeinde, Tel. 09421/1387). 1946 gründeten Überlebende der Konzentrationslager eine neue Gemeinde, die sich vor allem in den letzten Jahren durch den Zuzug von Kontingentflüchtlingen aus den GUS-Staaten stark vergrößert hat. Die jüdische Gemeinde besitzt auch zwei Friedhöfe, am Thomasweg 4, 1923 angelegt, und in Lerchenhaid, 2002 eingeweiht.

Text: Dr. Dorit-Maria Krenn, Stadtarchiv Straubing

Literaturhinweis: Anita Unterholzner, Straubinger Juden - Jüdische Straubinger, Straubing 1995; Guido Scharrer, Straubing - das jüdische Zentrum Niederbayerns, Exkursionsblätter zur Geschichte und Kultur der Juden in Bayern, hg.v. Haus der Bayerischen Geschichte, o.J. (1995/96)

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