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Neue Chancen bei der Mitarbeiterrekrutierung aufgezeigt

Unternehmer kommen ins Gespräch mit Non-Profit-Organisationen

Der Einfluss sozialer Variablen auf den Unternehmenserfolg ist unbestritten. In dem Wissen, dass das persönliche Netzwerk von Führungspersonen ganz entscheidend zum Erfolg beiträgt, bot das Amt für Wirtschaftsförderung im Historischen Rathaussaal den Straubinger Unternehmern die Plattform, mit diversen (Non-Profit-) Einrichtungen in Kontakt zu treten, mit dem Ziel, künftigem Arbeitskräftemangel entgegen zu wirken.

Zur Eröffnung der Veranstaltung stellte Oberbürgermeister Markus Pannermayr den Bezug der Veranstaltung zu der von der Wirtschaftsförderung im letzten Jahr durchgeführten Unternehmensbefragung her. Straubinger Betriebe äußerten im Rahmen der Befragung bereits Sorgen bezüglich der Besetzung von Facharbeiter- und auch Ausbildungsstellen. Die Kommune wolle hier - soweit möglich - die Unternehmen selbstverständlich unterstützen.

Im ersten Teil der Veranstaltung informierten vier Impulsreferate über neue Chancen, Mitarbeiter zu rekrutieren. So stellte Richard Kraus vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) seinen Fachbereich vor, der die Vermittlung von Soldatinnen und Soldaten auf Zeit (SaZ) nach Ablauf ihrer Verpflichtungszeit in die freie Wirtschaft übernimmt. Rund 90 % der SaZ verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, und ca. 60 % der SaZ verlassen die Bundeswehr mit einer Qualifikation auf Meisterebene, wovon Betriebe des freien Arbeitsmarktes profitieren können.

Evi Feldmeier, Einrichtungsleiterin der KJF Werkstätten, stellte die Möglichkeit von Außenarbeitsplätzen vor. Dabei werden Menschen mit Behinderung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes dauerhaft eingesetzt und integriert. Damit werden Fachkräfte im Betrieb entlastet und können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Ein Integrationsbeauftragter der Werkstätten betreut die behinderten Mitarbeiter im Betrieb vor Ort.

Peter Weindl gab als Leiter der Agentur für Arbeit Deggendorf einen Ausblick auf die Bevölkerungsentwicklung bis 2060 und zeigte mögliche Ansatzpunkte für die daraus resultierende Problematik auf dem Arbeitsmarkt auf. Zudem stellte er das aktuelle Projekt „Aktivierung Stille Reserve" vor, das Mütter nach der Erziehungszeit auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt begleitet.

Schließlich stellte Stefanie Fuchs, Leiterin des Bereichs Human Resources des Vereins „Strategische Partnerschaft Sensorik e. V.", die Arbeit ihrer Demografieberater vor. Mit Hilfe einer umfassenden Analyse der aktuellen Personalsituation werden Empfehlungen für die kurz- und langfristige Personalplanung erstellt und gemeinsam mit den Verantwortlichen auch umgesetzt.

Bei der anschließenden Diskussion fragte Moderator Marco Pammer: „Wie können Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen die heimische Wirtschaft bei der Suche nach Arbeitskräften unterstützen?" und bekam darauf ganz gegensätzliche Antworten: Andreas Gillner, Geschäftsführer der Kurt Willig GmbH & Co. KG, sah die Suche nach adäquaten Mitarbeitern als ureigene Aufgabe des Unternehmers selber, was aber vor allem im Bereich der Auszubildenden von Jahr zu Jahr schwieriger werde. Von Seiten des Arbeitsamtes erwarte er sich keine konkrete Hilfe, so Gillner. Herr Weindl stellte daraufhin klar, dass in Zeiten von annähernder Vollbeschäftigung die Vermittlungsmöglichkeiten natürlich begrenzt seien. Mario Kunz, Senior Manager Human Resources bei Ingram Micro Distribution GmbH, sah die Kommune klar in der Pflicht, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Konkret gäbe es in Straubing-Sand Probleme durch die schlechte Verkehrsanbindung zu Schichtzeiten, wodurch Arbeitnehmer ohne eigenem Kfz von vornherein ausscheiden müssten. OB Pannermayr schlug eine Lösung des Problems mit Hilfe des Anruf-Sammel-Taxis vor und versprach einen Besuch des zuständigen Mitarbeiters der Stadtwerke bei Ingram Micro. Mechthild Wagner, Geschäftsleiterin der Dimetria-VdK gGmbH, verwies auf die positiven gesellschaftlichen Auswirkungen durch Auftragsvergabe an Einrichtungen für benachteiligte Menschen.

OB Pannermayr dankte den Referenten und Diskussionsteilnehmern für Ihren Einsatz mit einem kleinen Präsent und wünschte den anwesenden Unternehmensvertretern gute und produktive Gespräche an den Informationsständen der beteiligten Einrichtungen.

Die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen über die künftige Zusammenarbeit mit den präsentierenden Einrichtungen wurde reichlich genutzt und es wurden bereits an diesem Abend zum Teil Termine für weitere Beratungen und Verhandlungen vereinbart.

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