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"Fachkräftemangel wird sich verschärfen"

Ergebnisse der zweiten Straubinger Unternehmensbefragung liegen vor

Foto: Barbara Rötzer

Die städtische Wirtschaftsförderung und die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) haben jetzt im Rathaussaal die Ergebnisse der jüngsten Unternehmerbefragung vorgestellt. Der Untersuchung zufolge sind 97 Prozent der Unternehmen mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden. Schlecht bewertet wird erneut die Bahnanbindung. Als zunehmendes Problem wird der Fachkräfte-Mangel gesehen.

GEFAK-Prokurist Josef Rother präsentierte die Ergebnisse vor rund 80 Unternehmern und Vertretern der Stadt. Mit 57 Prozent sieht eine Mehrheit eine positive Standortentwicklung seit der ersten Befragung vor fünf Jahren, nur drei Prozent sehen eine Verschlechterung. Bessere Noten gibt es auch für den Service der städtischen Behörden. Rothers Fazit: „Die Standortzufriedenheit ist hoch. Es gibt eine große Mehrheit, die den Kurs der letzten Jahre befürwortet."

Rother machte jedoch auch klar, dass Stadt und Unternehmer dem drohenden Fachkräfte-Mangel dringend entgegenwirken müssten. Bisher versuchten die Unternehmen hauptsächlich über Aus- und Weiterbildungsangebote und Lohn- und Gehaltserhöhungen gegenzusteuern. Das wird Rother zufolge künftig nicht reichen: „Der Fachkräftemangel wird sich mit Sicherheit verschärfen, der Arbeitnehmer wird künftig immer mehr in der Lage sein, Rahmenbedingungen mitzubestimmen." Nur bei vier der teilnehmenden Firmen werde an Kinderbetreuungsangebote gedacht. Auch flexiblere Arbeitszeiten und Home Office-Angebote seien in Straubings Unternehmen ausbaufähig.

Einen „enormen Vorteil" nannte Rother Straubings Flächenkapazitäten für neue Gewerbe- und Wohngebiete: „Von der Problemlage in anderen Städten ist Straubing noch meilenweit entfernt." An der Befragung im Oktober vergangenen Jahres hatten 238 von gut 600 angeschriebenen Straubinger Unternehmern teilgenommen. Diese Rücklaufquote von rund 40 Prozent nannte Rother „überdurchschnittlich, in vergleichbaren Städten liegt sie bei 20 bis 30 Prozent."

OB Markus Pannermayr folgerte aus der Untersuchung: „Wir müssen in unserer Strategie auf Entwicklung und Wachstum setzen." Bis 2030 brauche die Stadt zusätzliche 46 Hektar Gewerbeflächen und außerdem neue Wohngebiete. Der OB kündigte außerdem an, dass in Kürze eine erste Ansiedlung im neuen Gewerbepark Alburg öffentlich gemacht werden könne. Die Wirtschaftsvertreter forderte er auf, die Politik in der Forderung nach IC- und ICE-Halten zu unterstützen: „Es hilft uns, wenn Sie als starke Vertreter der Wirtschaft immer wieder deutlich machen, wie wichtig das ist." Darüber will Pannermayr die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Unternehmen weiter intensivieren. Er schlug deshalb vor, einen neuen Ausschuss zu installieren, der sich mit allen Fragen zu Wirtschaft und Marketing befasst: „Die Aufgabenstellung zu Flächenentwicklung und Standortmarketing muss sich auch in der täglichen Stadtratsarbeit abbilden."

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