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Soziale Bedeutung der Ausbildungsarbeit gewürdigt

Staatsminister a. D. Erwin Huber verleiht Ausbildungspreis 2015

Preisträger des Ausbildungspreis 2015; Foto: barbara rötzer

Als Zeichen des Danks und der Anerkennung für die Ausbildungsbereitschaft ehrten am Freitagabend die Stadt Straubing und der Verein der Freunde der Stadt vier Straubinger Betriebe mit dem Ausbildungspreis 2015. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation mit ihrem Fachkräftemangel, der auch in Straubing zu spüren sei, war Gegenstand der Eröffnungsrede von Oberbürgermeister Markus Pannermayr, der zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Schulen im Historischen Rathaussaal willkommen hieß.


Betrieblicher Nachwuchs werde mittlerweile allerorten benötigt. Der Ausbildungspreis sei ein Baustein, der an der Lösung des Problems mitwirken soll, so der Oberbürgermeister. Denn die Preisträger seien Unternehmer, die aus einer sozialen Verantwortung heraus handeln würden. Auch viele Bewerber, die noch vor einigen Jahren wohl leer ausgegangen wären, bekommen derzeit eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Und die Erfahrung zeige, dass diese Jugendlichen sich in der Praxis oft hervorragend entwickelten und an ihren Aufgaben wuchsen.

Herbert Wittl als Vertreter der Freunde der Stadt wies darauf hin, dass auch in seinem Unternehmen, dem er als Geschäftsführer vorstehe, Ausbildung groß geschrieben werde. Jedoch erschwere es der Run auf die Hochschulen immer mehr, gut qualifizierte Auszubildende zu finden, die dem Unternehmen auch nach Beendigung ihrer Ausbildung treu blieben. Als Mitglied der Jury bestätigte er allen Bewerbern eine hervorragende Ausbildungsarbeit und betonte, wie schwierig es war, sich jeweils auf einen Sieger festzulegen. Daher gebe es auch in der dritten Größenkategorie erstmalig zwei Gewinner, einen Sieger nach Punkten und Einen nach Platzrängen.

Festredner MdL Erwin Huber, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im Bayerischen Landtag, ging auf die Begründung des Preises ein. Vor einigen Jahren war es für junge Menschen noch mühsam, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, weil nur wenige angeboten wurden. Das habe sich nun gedreht. Heute zeugten die Produkte, die aus Bayern kommen, von Wettbewerbsfähigkeit und hoher Qualität, erbracht durch Menschen, die einmal ihr Berufsleben als Lehrling begonnen haben.

Der Staatsminister a. D. lobte in seiner Festrede auch das Duale Ausbildungssystem zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Niederbayern habe mittlerweile den besten Arbeitsmarkt in Bayern.

Bei der Preisverleihung zusammen mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Herbert Witt konnte Erwin Huber vier Unternehmen in drei Kategorien auszeichnen:

Den Straubinger Ausbildungspreis 2015 in der Kategorie I (Unternehmen mit bis zu 19 Beschäftigten) erhielt die EMV Testhaus GmbH, die seit 14 Jahren in Straubing eigene Fachkräfte für ihr Prüflabor ausbildet. Derzeit werden fünf junge Menschen zum Elektroniker für Geräte und Systeme bzw. zur Kauffrau für Büromanagement ausgebildet. Sie alle fühlen sich in der familiären Arbeitsatmosphäre des jungen Unternehmens äußerst wohl.

In der Kategorie II (Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten) ging der Preis an die Expert Straubing Feuchtgruber GmbH mit derzeit drei Auszubildenden. Die hervorragende Ausbildungsarbeit des Unternehmens zeigt sich u. a. auch an den sehr guten Leistungen zweier Auszubildenden, die von der IHK Niederbayern ausgezeichnet wurden. Bei der Expert Straubing Feuchtgruber GmbH wird das Trainingsprogramm speziell auf die jungen Menschen zugeschnitten. Dadurch werden die Auszubildenden optimal individuell betreut und gefördert.

In der Kategorie III (Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten) wurden sowohl die Strabag AG als auch das Sanitäts- und Orthopädiehaus Zimmermann ausgezeichnet.

Die Straubinger Niederlassung der STRABAG AG geht zurück auf das vor über 60 Jahren in Straubing gegründete Bauunternehmen Ohneis, das von Anfang an die eigenen Fachkräfte ausgebildet hat. Derzeit erlernen 18 junge Menschen hier einen Beruf. Bei STRABAG erhält jeder Auszubildende einen eigenen „Paten", der bei Fragen oder Problemen stets mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Sanitäts- und Orthopädiehaus Zimmermann GmbH mit mittlerweile 17 Standorten in Niederbayern und der Oberpfalz, beschäftigt derzeit 23 Auszubildende in sechs verschiedenen Ausbildungsberufen. Durch zusätzliche Angebote und Bildungsmaßnahmen unterstützt das Unternehmen die jungen Menschen in ihrem beruflichen Werdegang. Neben dieser Tatsache schätzen die Auszubildenden den Teamgeist im Unternehmen ganz besonders und fühlen sich stets ernst genommen mit ihren Ideen und Anregungen.

Dem Schulleiter der Berufsschule II und Jury-Mitglied Werner Kiese oblag das Schlusswort: „Die Spannung hat sich gelöst, die Freude ist hoffentlich geblieben", so der Oberstudiendirektor, der im Namen aller Jury-Mitglieder den Preisträgern 2015 herzlich gratulierte.

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