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Thema: Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

 

Sehr geehrter Herr Klein, seit etwas mehr als einem Jahr ist die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Für viele Unternehmen bedeutet sie noch immer Unsicherheit. Dabei haben sich die meisten Befürchtungen kaum bestätigt. Wie hatte sich Ihr Unternehmen auf die DSGVO vorbereitet und welche Maßnahmen wurden umgesetzt?

Wir haben bereits 2012 mit unserem „Datenschutz" begonnen. Motiviert durch ein Gefühl von Unsicherheit im IT Bereich wurden wir durch unser Systemhaus auf die EU Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 (95/46 EG) hingewiesen. Dass es sich inhaltlich um den Schutz personenbezogener Daten handelte, war uns damals nicht klar. Uns ging es um alle sicherheitsrelevanten Fragen unserer IT Landschaft. Wir haben eine kleine Arbeitsgruppe zusammengestellt und alle möglichen Themen beschrieben und optimiert. Beispielsweise Softwarelizenzen, Datensicherung einschließlich Rücksicherung, Zugriffsrechte auf Daten und das Thema Internet. Sind wir angreifbar? Wie offen sind unsere Türen?
Da wir bei diesen Fragen auf Profis angewiesen waren, haben wir bereits damals einen externen Datenschutzbeauftragten hinzugezogen. Im Laufe der Zeit ist dann unser Datenschutz entstanden. Durch den Hype, der mit der DSGVO entstanden ist, haben wir alles noch einmal überarbeitet und gerade gezogen. Wir sind seitdem in guten Händen einer „Datenbeschützerin" und fühlen uns in diesem Thema sehr gut aufgestellt.

Wer im Unternehmen war mit dem Thema DSGVO betraut?

Wir haben ein kleines Team aus je einer Person der Technik, der Büroorganisation und der Geschäftsführung. Begleitet und rechtssicher vertreten werden wir durch die externe Datenbeschützerin. Das kostet uns einen monatlichen Betrag von aktuell 150,- Euro, beinhaltet aber auch entsprechende Leistungen. Das Thema DSGVO kennen alle Mitarbeiter. Sie werden darin mindestens einmal im Jahr unterwiesen. Neue Mitarbeiter werden in den ersten Arbeitstagen in das Thema Datenschutz eingewiesen.

Wie war das erste Jahr mit der DSGVO für Sie? Traten größere Probleme oder Unsicherheiten im Unternehmen auf?

Da wir recht gut vorbereitet waren, gab es keine Überraschungen oder Probleme mit der DSGVO.
Allerdings waren wir froh, als die Flut der E-Mails und Anrufe aller möglichen Datenschützer abgenommen hat. Wir hatten den Eindruck, dass durch Panikmache versucht wurde, Geschäfte zu machen. Immer wieder wurden wir auf die drohenden Strafen bei mangelhafter Umsetzung der DSGVO hingewiesen. Diese Herangehensweise hat sicher nicht zur Akzeptanz der DSGVO geführt.
Eine vernünftige, dem Unternehmen angepasste Umsetzung bringt Vorteile bei allen Betroffenen.
Die DSGVO als unnötige Belastung oder bürokratischen Wahnsinn zu bezeichnen ist bestimmt die falsche Einstellung zum Thema.

Wie werden Sie zukünftig mit der DSGVO umgehen? Sind diesbezüglich noch Anpassungen geplant?

Die DSGVO und allgemeine Maßnahmen zum Datenschutz begleiten unseren Arbeitsalltag regelmäßig. Wir überprüfen unsere Verfahren und optimieren diese, wenn sinnvoll.
Erst letzte Woche hatten wir einen Termin mit unserer Datenbeschützerin. Dabei haben wir einige Dinge vereinfacht, andere kamen hinzu. Ich bin mir sicher, diese Thematik nimmt kein Ende und wird zunehmend wichtig sein. Schließlich leben wir im „digitalen Zeitalter" - unsere Daten sollten es uns wert sein!

Ihr direkter Draht in wirtschaftlichen Angelegenheiten

In wirtschaftlichen Angelegenheiten helfen Ihnen die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung gerne weiter:

Stadt Straubing
Amt für Wirtschaftsförderung
Theresienplatz 2
94315 Straubing
Fon: +49(0)9421/944-61160
E-Mail: wifoe@straubing.de

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