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Sehr geehrter Herr Kämpf, könnten Sie sich und Ihr Unternehmen bitte kurz vorstellen?

Die Karmeliten Brauerei braut handwerkliche Bierspezialitäten seit 1367 und geht auf eine Gründung der Karmeliten Mönche in Straubing zurück. Bis zum Jahr 1868 gehörte die Brauerei den Karmeliten. Herr Karl Sturm, der Urgroßvater der heutigen Brauereibesitzer, kaufte 1868 die Brauerei. Die Familie führt die Brauerei, die bis 1980 direkt neben dem Kloster war, mit viel Herz und Liebe. Danach siedelte die Familie die Brauerei auf ein Grundstück am Rande der Stadt Straubing aus. Heute sind wir bereits 652 Jahre alt und die modernste Brauerei Straubings. Wir produzieren unsere Karmeliten Biere mit Unterstützung modernster Technik immer noch nach den alten Rezepten nach dem bayerischen Reinheitsgebot mit Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. Wir verwenden ausschließlich Aromahopfen aus der Hallertau, Braumalz aus regionalem Anbau, Wasser aus unserem eigenen Tiefbrunnen und ganz viel Liebe. Und das schmecken Sie!

 

Wir möchten heute gerne mit Ihnen über das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sprechen. Für welche Maßnahme hat Ihr Unternehmen Mittel aus dem Förderprogramm erhalten?

Für unser Konzept der energieautarken Brauerei.
Am 10. März 2013 erhielt die Karmeliten Brauerei auf der Internationalen Handwerksmesse 2013 in München den „Bundespreis 2013 für hervorragende innovatorische Leistungen des Handwerks" für das gemeinsam mit der Ziemann Holvrieka GmbH entwickelte Konzept der energieautarken Brauerei mit optimaler Rohstoffnutzung. Laut Begründung der Jury überzeugte das individuell entwickelte Konzept vor allem durch seine Energieeffizienz: „Das ressourcenschonende Gesamtkonzept erreicht durch den Einsatz des innovativen Sudhauskonzepts „Ziemann Cascade" Energieeinsparungen von etwa 30 Prozent sowie die Reduktion des benötigten Bedarfs an elektrischer Energie von circa zwölf Prozent bei gleichzeitiger Einsparung von bis zu 20 Prozent an Trinkwasser." Die Ziele der energieautarken Brauerei sind dabei im Einzelnen: Reduzierung des Einsatzes von Primärenergie, Nutzung natürlicher Energiequellen, Sonnenenergie mittels Solarthermie, wenn möglich vollständiger Verzicht auf Primärenergie aus nicht erneuerbaren Energien, Verwertung aller im Betrieb anfallenden Reststoffe als Wertstoffe, i.S. im Abwasser enthaltene organische Bestandteile, Gewinnung von Energie aus Abwasser, Wandlung von Wärme in Kälte, Nutzung von Naturkälte und Abbau von Lastspitzen.

 

Wie hoch war die Förderung?

Die Förderung beläuft sich auf 30% des investierten Betrages.

 

Wie aufwendig war die Antragstellung? Wurden Sie bei der Antragstellung von externen Dienstleistern unterstützt?

Zunächst waren wir sehr euphorisch nach dem Gewinn des „Bundespreis 2013 für hervorragende innovatorische Leistungen des Handwerks," weil wir glaubten, damit den Nerv der Zeit und des Energieeinsparens getroffen zu haben. In den Jahren 2011 und 2012 waren die Energiepreise sehr hoch. Wir sind mit Unterstützung beim Bayerischen Wirtschaftsministerium wie auch beim Deutschen Wirtschaftsministerium gewesen und durften unser Konzept vorstellen. Alle waren begeistert, sagten uns aber, dass sie dafür keine Förderinstrumente hätten. Erst Anfang 2016 sind wir auf die Firma Spitzmüller aufmerksam gemacht geworden. Wir haben unser Konzept vorgestellt und nach relativ kurzer Zeit eine Aussage über ein mögliches Förderprogramm erhalten. Das war eben das UIP (Umweltinnovationsprogramm). Von da an ging alles sehr zügig. Wir wurden bei der Antragstellung von der Fa. Spitzmüller unterstützt. Der Antragsordner umfasste etwas über 500 Seiten. Im gesamten Prozess bis zur Genehmigung und auch jetzt noch im laufenden Verfahren steht uns die Fa. Spitzmüller zur Seite. Das positive an der Zusammenarbeit ist, dass uns als kleinem Betrieb sehr viel Arbeit abgenommen wird. Ohne die Unterstützung wären wir sicherlich nie an die Förderung gekommen.

Ihr direkter Draht in wirtschaftlichen Angelegenheiten

In wirtschaftlichen Angelegenheiten helfen Ihnen die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung gerne weiter:

Stadt Straubing
Amt für Wirtschaftsförderung
Theresienplatz 2
94315 Straubing
Fon: +49(0)9421/944-61160
E-Mail: wifoe@straubing.de

Straubing in Zahlen 2019

Der aktuelle statistische Jahresbericht der Stadt Straubing als PDF-Download

Statistischer Jahresbericht zum Download >