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Anbindung der Stadtteile Sossau, Kagers und Unterzeitldorn an Breitbandversorgung

Glasfaserkabel ermöglicht den Straubingern künftig Datenraten von bis zu 100 MBit/s in Gebäuden bzw. 50 MBit/s im Freien

Streckenführung des Glasfaserkabels

Die Verfügbarkeit von schnellem Internet ist in der Bedeutung mittlerweile den herkömmlichen Infrastrukturen wie Straßen, Energie und Bahn gleichzusetzen und somit ein wichtiger Standortfaktor. Daher investiert die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Regensburger Telekommunikationsdienstleister R-Kom bereits seit mehreren Jahren in den Ausbau der Breitbandversorgung.

Der Blick kann jedoch nicht nur auf die Übertragungsgeschwindigkeit gerichtet sein, sondern auch Zeit und Kosten spielen eine wichtige Rolle. Zumindest dann, wenn es sich um bereits erschlossene Gebiete handelt. Bei großen Industriebetrieben oder Neuerschließungen ist die Anbindung der Gebäude an das Highspeed-Internet per Glasfaser relativ einfach, da bei anstehenden Baumaßnahmen im Bereich der Energieversorgung einfach Leerrohre mitverlegt werden können, die später für die Glasfaserkommunikation verwendet werden können.

In bereits erschlossenen Gebieten wird eine FTTC (Fiber-to-the-Curbe, Glasfaser bis zum Kabelverzweiger) Infrastruktur errichtet. Hierzu werden Glasfaserleitungen bis zu den bestehenden Kabelverzweigern der Deutschen Telekom AG verlegt. Neben den Kabelverzweigern wird ein Gehäuse errichtet und aktive Technik eingebaut. Diese Technik setzt die Signale von der Glasfaserleitung auf Kupferleitung um und transportiert sie in die Häuser. Insgesamt 230 solche Verteiler sollen im Stadtgebiet errichtet werden, die ersten davon in Kagers, Sossau und Unterzeitldorn - mit Unterstützung des Freistaats, der sich zu rund zwei Dritteln an der Investitionssumme von 150.000 Euro beteiligt.

Während in Kagers bereits im Juni die Bevölkerung auf das Breitband des Glasfasernetzes der R-KOM zugreifen kann, soll ihn Sossau und Unterzeitldorn im Juli die Auffahrt zur Datenautobahn bereitstehen. Für Oberbürgermeister Markus Pannermayr ist der Zugriff auf die physikalisch schnellsten Leitungen der Internet-Welt nicht nur für Unternehmen eine absolute Notwendigkeit. Auch Privathaushalte wollen seiner Erfahrung nach die Vorteile der digitalen Zukunft nutzen. Daher will die Stadt auch Schritt für Schritt ein flächendeckendes Glasfasernetz installieren, denn nur die Glasfaser sichert Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit. Ausschlaggebend ist auch die Förderung durch den Freistaat. Und hier erwartet Pannermayr für die Zukunft eine günstigere Regelung.


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