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Fachkräftesicherung

DIE Herausforderung der nächsten Jahre

Fachkräftemangel ist die Herausforderung der nächsten Jahre

In der Broschüre „Fachkräftesicherung - Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung" heißt es:

Schon heute werden vielerorts Fachkräfte händeringend gesucht. Vor allem Ingenieure und Ärzte. Mit dem demografischen Wandel nehmen diese Probleme weiter zu - wir werden älter und wir werden weniger. Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird das Erwerbspersonenpotential in den nächsten 15 Jahren um bis zu 6.5 Millionen schrumpfen.

Gerade mittelständische Betriebe fürchten, dass die Suche nach geeignetem Personal für sie in Zukunft schwierig wird. Quer durch alle Branchen und Regionen wird der Fachkräftemangel dann schmerzlich spürbar sein - mit Konsequenzen für alle Beschäftigten. Denn wenn die Fachkräfte fehlen, schmälert das auch die Chancen von Menschen mit geringeren Qualifi-kationen: Bleibt die lngenieurstelle unbesetzt, gibt es auch keine Arbeit für den technischen Zeichner, die Sekretärin, die Reinigungskräfte.

Der Fachkräftemangel ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Dabei ist die Ausgangslage so günstig wie schon lange nicht mehr. Die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig wie selten zuvor. Die gute Nachricht ist: Wir können das Fachkräfteangebot erheblich steigern; wir sind noch nicht am Anschlag.

Der Beitrag der Bundesregierung besteht u. a. in der Abschaffung der Vorruhestandsregelungen und der Einführung der Rente mit 67, um ältere Arbeitnehmer lange mit ihrer Arbeitskraft und ihrem Basiswissen im Arbeitsmarkt zu halten.

Das weitaus größere Potenzial sieht die Bunderegierung jedoch bei den Frauen. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei unabdingbar für die Fachkräftesicherung von morgen.

Daneben setzt die Bundesregierung auch auf Zuwanderung aus Europa und Drittstaaten und versucht, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.
Nichtsdestotrotz kann die Bundesregierung nicht alleine dafür sorgen, dass sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft ist gefordert, selbst aktiv und kreativ zu werden, um weiterhin erfolgreich wirtschaften zu können. Auch die Gesellschaft steht in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten, indem eine Willkommenskultur entsteht, die eine Zuwanderung von Fachkräften erst ermöglicht. Nicht zuletzt müssen auch die Kommunen sich dieses Problems annehmen und in konzertierten Aktionen mit der freien Wirtschaft optimale Bedingungen für wirtschaftlichen Erfolg schaffen.

So unternahm die Stadt Straubing bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Anstrengungen, um die heimische Wirtschaft bei der Sicherung der Fachkräfte zu unterstützen, darunter z. B.:

  • Durchführung von groß angelegten Unternehmensbefragungen (2008 und 2013), um die aktuelle Situation und Bedürfnisse der Unternehmen zu erkennen.
  • Auf- und Ausbau der Wissenschaftsstadt und des Hochschulstandortes mit Bachelor- und Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe" mit dem Ziel von 1.000 Studenten im Jahr 2019 (weitere Infos)
  • Beratung der Betriebe bzgl. Förderungen für Aus-, Weiter- und Fortbildung
  • Stetige Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, um vermittelnd tätig sein zu können
  • Angebot der „FerienAkademie Straubing", um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern (zur Webseite)
  • Informationsveranstaltung „Arbeitskräftesicherung" mit Podiumsdiskussion am 22.10.2014: u. a. Vorstellung des Projekts "InJOB" und des Angebots des Strategische Partnerschaft Sensorik e. V.
  • Auslobung des Ausbildungspreises, um die Ausbildungsarbeit der Betriebe zu fördern
  • Beteiligung an dem Projekt „Deine Lehrstelle"
  • Unterstützung der Ausbildungsmesse in der Fraunhofer-Halle 
  • Aktion „Mission Beruf" im Oktober 2014 (zur Webseite)
  • Bewerbung der Berufsmesse am Institut für Hörgeschädigte
  • Bewerbung des Standortes Straubing auf der städtischen Homepage und unter donow auf Facebook, um potenzielle Arbeitnehmer für die Stadt zu begeistern bzw. Studenten nach Beendigung ihres Studiums wieder in die Heimat zu „locken".
  • Spezielle Stadtführungen für neu nach Straubing gezogene Arbeitskräfte und deren Familienangehörige
  • Informationsveranstaltungen zum Thema „Betriebskindergärten", um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern
  • Umfassende Information der Unternehmen zum Thema „Duales Studium"
  • Aufbau der Kinder-Uni (zur Webseite)
  • Einrichtung des Technikhauses in Zusammenarbeit mit dem Verein Technik für Kinder e. V. (zur Webseite)
  • Angebot von Technikkursen an den Schulen, um bereits im Kindesalter die Begeisterung für Technik zu fördern
  • Angebot an die Kitas, „Haus der kleinen Forscher" in Straubing zu etablieren

Für die nächsten Jahre sind folgende Maßnahmen angedacht, um von Seiten der Stadt Straubing zur Fachkräftesicherung beizutragen:

  •  Durchführung einer gezielten Befragung von Unternehmen, um den aktuellen Arbeitskräftebedarf der Straubinger Betriebe zu ermitteln und Erwartungen an die Kommune abzufragen.
  • Etablierung als Standort für berufsbegleitendes Online-Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften direkt vor Ort
  • Bemühen um einen zusätzlichen Studiengang, der die bereits etablierten Bachelor- und Masterstudiengänge "Nachwachsende Rohstoffe" ergänzt.
  • Ausbildungskooperationen fördern bzw. vermitteln, um auch kleineren Betrieben eine eigene Ausbildungsarbeit zu ermöglichen
  • Projekt „Zurück in die Heimat", um junge Akademiker nach Abschluss ihres Studiums wieder zurück nach Straubing zu bringen
  • Erhalt und Verbesserung der Standortattraktivität bzw. der Wohnqualität, um für externe Fachkräfte attraktiv zu sein
  • Aktivierung der „stillen Reserven": Frauen nach der Familienphase, Fachkräfte mit ausländischen Abschlüssen, Menschen mit Beeinträchtigung, Studienabbrecher, etc.
  • Information zum Thema „Teilzeitausbildung", um jungen (alleinerziehenden) Müttern und Vätern eine Ausbildung zu ermöglichen
  • Förderung der betrieblichen Weiterbildung, um insbesondere bei gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmern die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern (Kinder, pflegebedürftige Angehörige, etc.)
  • Organisation von Ausbildungstouren in Zusammenarbeit mit Straubinger Betrieben, um Schulabgänger für eine Lehre in der Region zu begeistern

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Ihr direkter Draht in wirtschaftlichen Angelegenheiten

In wirtschaftlichen Angelegenheiten helfen Ihnen die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung gerne weiter:

Stadt Straubing
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Theresienplatz 2
94315 Straubing
Fon: +49(0)9421/944-60162
E-Mail: wifoe@straubing.de

Straubing in Zahlen 2017

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