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Die Straubinger Dietl-Brauerei

Vom Sommerkeller zum Industriebetrieb

Dietl-Brauerei

Tag des offenen Denkmals - Sonntag, 8. September 2013

Die ehemalige Dietl-Brauerei ist den Straubingern ein Begriff. Sie liegt ihnen am Herzen, wie der alte Schlachthof, die Kraftzentrale der ehemaligen Dachziegelwerke Josef Mayr und einst die Poiger' sche Essigfabrik. Nach Jahrzehnten des Leerstands und Verfalls, nimmt die Rettung und Sanierung jetzt konkrete Formen an. "Unbequeme Denkmale?", heißt das diesjährige Motto beim Tag des offenen Denkmals. Ein Industriedenkmal dieser Größenordnung ist nicht bequem. Es wird viel Mut, Ausdauer und Geld kosten, eine tragfähige Nutzung zu finden und es instand zu setzen. Die aktuell stattfindenden Planungs- und Entscheidungsprozesse spiegeln diese Problematik wider. Nachdem die Dietl-Brauerei bisher Besuchern versperrt geblieben war, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Industriedenkmal der Bevölkerung zu zeigen. In der ehemaligen Brauerei sind die verstaubte Einrichtung und der „Charme des Morbiden" noch zu spüren, an der Hubertushalle ist jedoch die Instandsetzung schon zu sehen. Bei den Führungen am Tag des offenen Denkmals wird neben der Baugeschichte auch über die Sanierung und zukünftige Nutzung des Denkmalensembles berichtet und diskutiert.

„Unbequeme Denkmale?"
Für den Tag des offenen Denkmals 2013 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das bundesweite Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" ausgegeben. Mit diesem Motto wird ein Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt, das zentrale Fragen der Denkmalschützer und Denkmalpfleger aufgreift, aber auch für Diskussionen sorgt. Denkmale können aus sehr unterschiedlichen Gründen als "unbequem" angesehen werden: sie können ganz einfach im Weg stehen, oder schwer zugänglich sein, sie können zu Reibungspunkten zwischen moderner Umnutzung und Denkmalschutz führen, sie können durch unerwartete baugeschichtliche Funde bei der Sanierung für Überraschungen sorgen. Industriebauten des 19. Jh. sind meistens unbequeme Denkmale, weil sie am Ende des 20. Jh. aufgrund des technischen Fortschritts fast überall ihre Funktion verloren haben. Für den Erhalt von Industriedenkmalen müssen Nutzungsalternativen entwickelt werden und ihre Umsetzung ist eine schwierige Aufgabe für Eigentümer, Architekten und Denkmalpfleger.

Dietl-Brauerei mit Sommerkeller
1828 begründete der Bierbrauer Joseph Loichinger an der Regensburger Straße einen Sommerkeller mit unterirdischen Lagergewölben und Wirtschaftsgarten. 1877 wurde der Fassstadel gebaut. 1900 ließ Jakob Philipp Dietl von der Straubinger Firma Franz Dendl hier auch eine neue Brauerei errichten. Das beeindruckende, backsteinerne Industriedenkmal besteht aus dem zur Straße orientierten, repräsentativen, zweigeschossigen und von einem Giebel bekrönten Verwaltungsgebäude, einem nach Westen anschließenden zweigeschossigen Wohnbau und dem Brauhaus, das sich auf der Ostseite mit fünf Geschossen und drei Querachsen präsentiert. Die Braueinrichtungen sind noch überwiegend erhalten. 1986 wurde hier zum letzten Mal Bier gebraut. Nordöstlich steht die Hubertushalle, ein Holzfachwerkbau, der ursprünglich als Bierhalle auf dem Volksfest diente und 1890 an die Regensburger Straße versetzt wurde. 1900 transferierte man die Hubertushalle nochmals weiter nach Norden und verlängerte sie mit einem Backsteinbau nach Süden. Ein aufwendig gestalteter Giebel ziert das Hallengebäude. Unter dem gesamten Gelände ziehen sich zum Teil doppelstöckige Lagerkeller aus dem 19. und 20. Jh. hin.

Programm:
Um 10 Uhr Eröffnung der Veranstaltung durch Frau Bürgermeisterin Maria Stelzl im Biergarten des Sommerkellers.

Führungen:
Von 10:15 Uhr bis 16 Uhr durchgehend Führungen durch das ehemalige Brauhaus, die Hubertushalle und den Sommerkeller. Erläuterungen zur Baugeschichte und Funktion der Gebäude. Bericht über die Instandsetzung der Denkmale und die weitere Entwicklung des Areals.

Begleitprogramm:
Bewirtung im Biergarten des Sommerkellers
Musikalische Umrahmung durch das „Bio-Trio im Quadrat"

Die Führungen sind kostenlos. Es werden keine Eintrittskarten ausgegeben, um auch Kurzentschlossenen und auswärtigen Besuchern die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Besichtigung zu geben. Aus Sicherheitsgründen ist es nötig, die Personenzahl bei den Führungen zu beschränken. Die Stadt bittet daher um Verständnis, wenn es in Einzelfällen zu Wartezeiten kommen kann.

Veranstalter und Informationen:
Stadt Straubing
Untere Denkmalschutzbehörde
Theresienplatz 2
94315 Straubing
Tel. 09421/944-414
Fax 09421/944-349
bauordnungsamt@straubing.de

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